Forschungsprogramm

Forschungsschwerpunkt des Ludwig Boltzmann Instituts für Klinisch-Forensische Bildgebung (LBI CFI) ist der Einsatz bildgebender Verfahren in der klinischen Rechtsmedizin. Die rechtsmedizinische Untersuchung von Lebenden nach Gewalteinwirkung ist zumeist auf eine Besichtigung des Körpers von außen beschränkt. Innere Verletzungsbefunde stehen für die Begutachtung nur selten zur Verfügung. Mittels radiologischer Verfahren können objektiv nachweisbare innere Verletzungsbefunde erhoben werden, welche eine verbesserte Einschätzung der Art und des Grades der ausgeübten Gewalt gegen die untersuchte Person ermöglichen. Die Radiologie bietet berührungsfreie Untersuchungen, die einen Einblick ins Innere des menschlichen Körpers ermöglichen. Je nach Fragestellung kommen in unseren Studien verschiedene bildgebende Methoden (insbesondere jedoch die Magnetresonanztomographie) zur Untersuchung des Körperinneren  zum Einsatz.

 

Neben der Entwicklung von Standards für die Durchführung, Auswertung und Interpretation forensisch-radiologischer Verfahren an Lebenden werden im Rahmen der Forschungstätigkeit des Institutes bestehende Visualisierungsmöglichkeiten weiterentwickelt, sowie die rechtlichen Aspekte klinisch-forensischer Bildgebung untersucht.

 

Die wissenschaftliche Arbeit des Institutes konzentriert sich auf folgende Forschungsbereiche:

  1.  Forensische Rekonstruktion und Datierung von Verletzungen
  2.  Nicht-invasive Altersschätzung auf Basis von MRT
  3.  Computer-unterstützte forensische Rekonstruktion und Dokumentation von Verletzungen
  4.  Juridische Aspekte von radiologischen Methoden in der klinischen Gerichtsmedizin

 

Die Einrichtung der vom Ludwig Boltzmann Institut für Klinisch-Forensische Bildgebung gemeinsam mit der Medizinischen Universität Graz geführten klinisch-forensischen Untersuchungsstelle dient der Praxisrelevanz der Forschungstätigkeit des Institutes.