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FIRM: Klinische Rechtsmedizin und Medizinrecht – Gegenwart und Zukunft

 „Gewalt sichtbar machen“ durch klinisch-forensische Untersuchungsstellen – Notwendigkeit oder Wunschtraum in Österreich?

Derzeit gibt es nur eine einzige klinisch-forensische Ambulanz, die vom Ludwig Boltzmann Institut für Klinisch-Forensische Bildgebung gemeinsam mit der Medizinischen Universität Graz betrieben wird, und die für die Justiz in Graz nicht mehr wegzudenken ist. Als Teilbereich der Gerichtsmedizin, nämlich der Gerichtsmedizin am Lebenden, ist es die Aufgabe der klinischen Rechtsmedizin, bei Verdacht auf körperliche oder sexuelle Gewalt gegen Lebende Verletzungsspuren am Körper zu erheben, gerichtsverwertbar zu dokumentieren und Spuren zu sichern sowie die Befunde zu beurteilen und deren Entstehung zu rekonstruieren. Die in klinisch-forensischen Untersuchungen erhobenen objektivierbaren Befunde bilden eine wichtige Grundlage zur Überführung von Beschuldigten und zur Entlastung von Unschuldigen. Könnte die flächendeckende Institutionalisierung klinisch-forensischer Untersuchungsstellen in Österreich die Justiz in ihrer Aufgabe, Gewalt zu verfolgen, unterstützen?

Bei dieser Veranstaltung werfen wir einen Blick auf die Praxis dieses Rechtsgebietes und diskutieren mit hochkarätigen Experten über die Möglichkeiten seiner Entwicklung in der Zukunft.

Weiter Informationen und die Möglichkeit zu An- und Abmeldung finden Sie unter:
http://www.cms-rrh.net/events/2013/01_firm/enews_pers.htm

Event Details
Ort: 
RESOWI-Zentrum Karl-Franzens-Universität, Universitätsplatz 1, 8010 Graz, Fakultätssitzungszimmer der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, SZ 15.21, ReSoWi Zentrum A2