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Lange Nacht der Forschung 2012

Bereits zum vierten Mal fand am 27. und 28. April 2012 die Lange Nacht der Forschung statt. Das LBI-CFI war zum ersten Mal dabei und lud zu einem interaktiven Kriminalfall, bei dessen Untersuchung unter anderem Bluttests, DNA-Analysen und Mikroskopie-Untersuchungen zur Anwendung kamen, um letztendlich den Täter überführen zu können.

Über 400 Besucher machten sich auf, den Verbrecher dingfest zu machen und das streng geheime Lösungswort zu ermitteln. Vielen Dank an alle Teilnehmer und Sponsoren!

Bilder der Langen Nacht der Forschung 2012 finden Sie in der Bildergalerie.

 

Der Kriminalfall zum Nachlesen


Frau Bommel ist schwer verletzt und bewusstlos. Im Zuge der Ermittlungen werden ihr Gärtner, ihr Ex-Mann und ihre Schwiegermutter zu Verdächtigen.


Zeugenaussagen: Am Beginn der Ermittlungen steht die Zeugenvernehmung. Gärtner, Ex-Mann und Schwiegermutter geben ihre Aussagen zu Protokoll, doch diese widersprechen sich teilweise. Schnell kristallisiert sich ein Verdacht heraus, doch was noch fehlt sind stichhaltige Beweise (zu den Zeugenaussagen).

Tatort: Für eine spätere Beweisführung ist eine möglichst genaue Skizze des Tatorts mit Lage und Position aller Spuren besonders wichtig.


Reifenspuren: In der Nähe des Tatorts wurden Reifenspuren gefunden. Um Spuren, die in den Autos der Verdächtigen gefunden wurden, verwenden zu können, muss erst bewiesen werden, dass sich diese zur Tatzeit in unmittelbarer Nähe befunden haben. Es musste also festgestellt werden, ob diese Spuren zu einem Wagen der Verdächtigen passen. 

Bluttest: Auf den Lenkrädern der Wagen aller Verdächtigen konnten rötliche Substanzen sicher gestellt werden. Sollte es sich um übertragene Spuren des Opfers handeln, ist für eine umfassende Analyse und eine eindeutige Zuordnung zum Opfer ein Labortest unerlässlich. Allerdings kann man alle Proben mit einem Schnelltest sofort auf Blut untersuchen. 

Tatrekonstruktion: In den Autos der drei Tatverdächtigen wurden verschiedene Gegenstände gefunden, welche als Tatwaffen in Frage kommen. Keiner der Gegenstände weist Spuren des Opfers auf, es passt aber nur ein Gegenstand zum 3D-Scan des Schädels, der im Rahmen der forensischen Auswertungen durchgeführt wurde. 

Forensische Mikroskopie: Am Tatort wurde ein Schuhabdruck mit Pflanzenteilen gefunden. Auf Grund der Aussagen der Tatverdächtigen lässt sich nachvollziehen wer in der jüngeren Vergangenheit in der Nähe welcher Pflanzen war. Die Analyse der gefundenen Pollen lässt einen weiteren Schluss auf den Täter zu. 

Forensische DNA-Analyse: Von der Tatwaffe wurde ein Abstrich im DNA-Labor analysiert. Dieser Abstrich liefert aber nur ein Mischprofil von unterschiedlichen Genausprägungen. Finden sich aber alle Genausprägungen von nur einer Person im Mischprofil der Tatwaffe, ist der Beweis eindeutig.

 

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