Studien

Studie "Automatische Altersschätzung aus MRT Daten von Knochen und Zähnen mittels Maschinellem Lernen"

Die strahlungsfreie Altersbestimmung von Kindern und Jugendlichen ist ein Thema, welches in letzter Zeit vermehrte Aufmerksamkeit erfährt. In diesem Projekt untersuchen wir automatische Software Algorithmen, welche in der Lage sind auf der Basis von Computer Vision & Machine Learning Ansätzen aus einer Trainingsdatenbank von MR Daten mit dem dazugehörigen chronologischen Alter, eine nichtlineare Funktion zu lernen, die für neue Daten eine Altersschätzung abgeben kann.

Systematische Entwicklung einer postmortalen Magnetresonanzangiographie Methode und Evaluierung ihres Beitrags zur minimal-invasiven Obduktion

Die Feststellung der Todesursache hat gravierende Auswirkungen, einerseits auf juristische Verfahren andererseits auf die Gesundheitspolitik. Die Obduktion stellt den Goldstandard zur Feststellung der Todesursache dar. Es gibt jedoch zahlreiche religiöse oder kulturelle Vorbehalte aufgrund ihrer Invasivität. Auch im Fall einer vermuteten Herzerkrankung als mögliche Todesursache, welche die weltweit häufigste Todesursache darstellt, stellt die Obduktion die Standardmethode zur Feststellung der Todesursache dar.

Studie: "Zeitliche Beurteilung von Frakturen mittels MRT"

Die Bestimmung des zeitlichen Verlaufs der Frakturheilung, beziehungsweise die genaue zeitliche Zuordnung eines Frakturereignisses ist eine wichtige Fragestellung in der klinischen Rechtmedizin bei Kindesmisshandlungen. Momentan wird eine zeitliche Zuordnung mittels Beurteilung von Röntgenbildern der Faktur durchgeführt. Diese Methode lässt allerdings nur qualitative Aussagen zu und ist von der Erfahrung des Beurteilers abhängig.

Studie: „Rekonstruktive Darstellung und Visualisierung von Verletzungsbefunden für das Gericht“

In diesem Projekt des LBI-CFI wird untersucht, wie die mit den bildgebenden Verfahren MR/CT erstellten Schnittbilder im Gerichtssaal der Zukunft dargestellt werden können, um auch komplexe Verletzungsmuster für medizinische Laien nachvollziehbar und unblutig abzubilden, sowie innere und von außen sichtbare Verletzungsbefunde in Beziehung zu setzen. Dabei steht eine Objektivierung der Befunde zur Erhöhung der Rechtssicherheit im Vordergrund.

Korrelation von MR-Bildgebung mit äußerlich sichtbaren Befunden bei klinisch-forensischen Untersuchungen von subkutanen Hämatomen

Um Bildgebung bei klinisch-forensischen Untersuchungen verwenden zu können, ist die Korrelation zwischen inneren und äußeren Befunden besonders wichtig.  In dieser Studie werden einfache, fadenartige Marker verwendet, um zu untersuchen, inwiefern diese geeignet sind, forensische Befunde von Fotografie und MR-Bildgebung im Weichgewebe zu korrelieren. Die Marker, die vor dem Scannen an der Haut angebracht werden, sind in beiden Modalitäten sichtbar. Die MRT-Bilder sollen auf die Fotos mittels Markerpositionen registriert werden. MRT-Scans von der gleichen Serie können danach automatisch registriert werden, wodurch eine direkte Verbindung zwischen innerem Gewebeschaden und körperlichen Merkmalen eines Hämatoms ermöglicht wird.

Studie: "Zeitliche Beurteilung von subkutanen Hämatomen mittels MRT"

In der klinischen Rechtsmedizin werden Hämatome und andere äußere sichtbare Verletzungen zur Rekonstruktion des Tathergangs herangezogen. Die zeitliche Zuordnung von Hämatomen spielt dabei eine wesentliche Rolle, gestaltet sich allerdings basierend auf äußeren Befunden als schwierig.

Die Darstellung von subkutanen Hämatomen mittels MRT und die Ermittlung von quantitativen MR Daten soll eine genaue zeitliche Zuordnung von Hämatomen ermöglichen.

Studie: "Gewalt gegen den Hals: Forensische Rekonstruktion und morphologische Beurteilung mittels Magnetresonanztomographie (MRT)"

Die Klärung der aus juristischer Sicht wichtigen Fragen des Schweregrades einer Gewalt gegen den Hals und des Tathergangs hängt momentan fast ausschließlich von den subjektiven Angaben des Opfers ab. Diese Angaben z.B. zu Bewusstlosigkeit, Urin- oder Stuhlabgang oder psychischen Erscheinungen sind leider kaum oder gar nicht objektivierbar.

Da sich bei lebenden Opfern von Gewalt gegen den Hals die rechtsmedizinische Beurteilung aufgrund von keinen oder nur dezent und kurzzeitig sichtbaren äußerlichen Befunden schwierig gestalten kann, ist es sinnvoll, innere Befunde durch bildgebende Methoden, z.B. MRT, zu ergänzen.